Besucherzaehler

DIE GEDANKEN SIND FREI: KUNST DARF QUIETSCHEN!



"Ich schaffte es, weil ich nicht wusste, dass es unmöglich war!"

Jean-Pierre Melville, französischer Filmregisseur




Alphonse Mucha
Alphonse Mucha

Warum Blut auf den Saiten?


Eine Platte des Literatur-Nobelpreisträgers Bob Dylan heißt "Blood on the Tracks", was sowohl "Blut auf den Schienen" als auch "Blut auf den (Ton-) Bändern" heißen kann. Als kleine Hommage an Mister Dylan haben wir uns entschlossen, dieses Wortspiel ins Deutsche zu übertragen: "Blut auf den (Gitarren-) Saiten", aber auch: "Blut auf den (Buch-) Seiten".


Der Frauenbeauftragte des Freistaates Bayern informiert


     Niederschrift einer Rede, gehalten vom Landtagsabgeordneten Josef Caligula Hirtenbichler (CSU) anlässlich der unterfränkischen Frauenbeauftragten-Konferenz in Grindelfing. Anwesend waren 67 Herren und drei Damen. Zwei weitere Damen waren zwecks Entbindung von der Teilnahme entbunden.

*  *  *

     Verehrte Anwesende, hochgeschätzter Bürgermeister und Parteifreund Dinglstetter, liebe Schwesterinnen und Schwestern!

     Es ist mir eine Ehre, mir, dem Landesfrauenbeauftragten der Christlich Sozialen Union, in meinem heutigen Grußwort nicht nur Fragen an die Frau, sondern auch Fragen über die Frau und Fragen im Hinblick auf die Stellung der Frau in unserer christlich-sozialen Gesellschaft sowohl erschöpfend als auch vielsagend, ja mei, zu beantworten.

     Die Frau, und das festzustellen sei mir ohne Wenn und Aber gestattet, hat in diesem, dem 21. Jahrhundert einen entscheidenden, wenn nicht gar den entscheidenden Schritt hin zur Menschwerdung getan. Überall in der technisierten und globalisierten Welt begegnen wir ihr: auf der Straße, im Büro, in den Sportvereinen, gar im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder auf dem Fußballplatz, wos ja eigentlich zu die Buam ghört.

Gleichberechtigt zu sein, die eigene Meinung ungeschminkt, oder gern auch geschminkt, zum Ausdruck zu bringen - und dabei doch stets in Bereitschaft, nicht nur hier, im erlauchten Kreise der unterfränkischen Frauenbeauftragten, sondern ebenso an den Schaltstellen der Macht, den eigenen Mann zu stehen, den Mann als Frau nämlich, das ist es, was wir als Bolidiker erkämpft haben! Das ist es, was wir, als die Christlich Soziale Union in Bayern, schon immer wähämänd gefordert habn! Hosd mi?

(Aufrauschender Beifall aus dem Auditorium.)

     Frauen, meine Damen und Herren, Frauen sind Menschen wie du und ich! Menschen mit Nöten. Menschen mit Sorgen. Menschen mit Zweifeln, ob die Bolidik, also wir, die Bolidiker, immer die Antworten haben, die sie, die Menschen auf der Straße, angesichts einer komplexer werdenden Umwelt, zu Recht oder Unrecht, das sei hier einmal dahingestellt, vielerorts und offenkundig … Jawohl, meine Damen und Herren, jawohl. Auch das!

     Um diese gewagte These mit Fakten zu untermauern, ich sage das ganz bewusst und nicht ohne dabei entsprechende Gedanken im hinter‘n zu haben, also im hinter‘n Bereich meines Gedenkens, nenne ich Namen; Namen, die jeder von uns, ich spreche an dieser Stelle von den Männern, die also jeder von uns schon einmal gehört haben sollte: Carmen Nebel, Stefanie Hertel, Veronika Ferres, Angelika Merkel; all diese Vertreterinnen und Vertreter des schönen Geschlechts haben in hervorragender Weise bewiesen, dass eine Frau all das in ihre zarten Hände nehmen kann, was ein Mann am Wegesrand der Geschichte achtlos hat fallenlassen. Als hochgeschätzte Moderatorin einer heiteren Musiksendung, als famose Interpretin volkstümlichen Liedguts, als Menschen-Darstellerin ersten und zweiten Ranges, gar als Kanzlerin einer, um nicht zu sagen, DER Bundesrepublik Deutschland.

Jaja, die Madln, liebe Parteifreundinnen und –freunde, die sind in erster Linie doch stets das eine: sie selbst nämlich! Eine Hausfrau z. B., oder eine Mutter; die Mutter ihrer Kinder, vielleicht sogar: vieler Kinder, und daran nahtlos anschließend, die stets an seiner besseren Hälfte lustwandelnde Stütze des braven Gatten.

Wie aus Marmor gemeißelt, wogt ihr, der Frauen Busen über den Söhnen und Töchtern des schönen Bayernlandes: Unerschütterlich! Ungeheuerlich! Unerbittlich! Dafür habt Dank!

(Aufschäumender Beifall!)

     Ohne die Frauen, und das haben Wissenschaftler, auch Wissenschaftlerinnen, mehrfach bewiesen, wäre menschliches Leben auf diesem Planeten nur schwerlich denkbar. Manche meinen sogar: unmöglich. Soweit möchte ich in diesen meinen Ausführungen allerdings nicht gehen. Doch ich sage sehr wohl: der Samen einer zukünftigen Welt, einer besseren Welt, möge wachsen und blühen im gebenedeiten Schoß unserer Jungfrau Maria, einem Madl, nebenher bemerkt, das so rein und gschamig ihr Licht leuchten ließ, als wäre sie nicht mehr gwen als nur die bescheidene Energiesparlampe für die Gemeinschaft der oiden Kirchenväter. Oans, zwoa, g‘suffa! (Trinkt.)

Auch von den Schößen der sittsamen Vertreterinnen ihres Geschlechts in Unterfranken soll nun die Rede sein. Jawohl! Von eben jenen Geschlechtsgenossinnen und -genossen, die diese, ihre Schöße, in den Dienst der großen Sache stellen. Nicht nur in den der Zukunft, das sowieso, sondern auch in den des katholischen Glaubens, der, und es sei erlaubt dies mit aller Deutlichkeit zu formulieren, der seit jeher, und das ohne viel Federlesens, hineingehört, hinein in die Frau!

(Standing Ovations!)

     Bevor ich nun zum Ende hin meine letzten Worte verliere – ‘s Bier is ah scho wieder alle!-, lassen Sie mich dies noch sagen: Ich als Mann fühle mich geehrt, an Ihrer Spitze, der Speerspitze der Weiberleit des Freistaates Bayern, in Demut meinen Dienst zu verrichten! Ich will Ihnen, liebe Parteigenossinnen und -genossen, Tag für Tag und Nacht für Nacht eine Stimme sein - und, so es gewünscht ist, auch ein Arm!  Ein starker Arm!

Lassen Sie uns hier, wo wir so gmüatlich miteinander bei a Moas hocken, gemeinsam Seite an Seite stenga, Schulter an Schulter, Hand in Hand, Brust an Brüste, und fechten für die Rechte der Weibsen! Jawohl, für die der Weibsen, aber mehr noch für die der Frauen! Für die Rechte der Frauen in uns selbst, Herrschaftszeiten! Denn sie, diese Frauen in uns, sind mir als Mann und Bayer und gottesfürchtigem Katholiken ja oftmals näher, denn manch‘ Hosn dem letzten Hemd des Antichristen, diesem ausgschamten Bockfotzngsicht.

Vivat!

Es lebe der Kini!

O‘zapft is!

(Wird vom Sicherheitsdienst abgeführt.)

 

 

(Absingen der Hymne „O du schönes Bayernland“.)


Wer bin ich?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Ganze Menschenalter haben sich bei der Suche nach dem eigenen Ich die Zähne ausgebissen. Deshalb erlaube ich mir, es in dieser Hinsicht mit dem großen Rimbaud zu halten: "Je est un autre!"

Der Vorsitzende der Geschäftsführung: Herr Falstaff
Der Vorsitzende der Geschäftsführung: Herr Falstaff

Was will ich?

Mir liegt daran, mich mit Menschen auszutauschen, die wie ich die Lyrik, die Literatur, Musik, die Liebe, Kino, einen trockenen Rotwein und den Gesang der Buckelwale über den eisigen Höhen des Strafasteroiden Rura Penthe zu schätzen wissen.

                                   Der Autor: Herr Surabaya Johnny
Der Autor: Herr Surabaya Johnny

Wen will ich?

Alle, die Lust daran haben, das eigene Leben zu einem ganz besonderen Ort zu machen! Alle, die von sich selbst behaupten: "Am liebsten kehre ich dorthin zurück, wo ich zuvor noch niemals gewesen bin!"

 

Die Muse: Frau Feez
Die Muse: Frau Feez


"I've gazed into the abyss and the abyss gazed into me, and neither of us liked what we saw." Brother Theodore


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