Mit einem federleichten Blick


Er sitzt und schaut – sie schaut zurück,

mit einem federleichten Blick.

Er stülpt sich um in Positur,

zeigt seine männliche Figur.

Sie – unterdrückt ein kleines Gähnen,

konterkariert sein stilles Sehnen,

und greift geziert nach ihrer Tasse,

auf dass sie etwas Kaffee fasse.

 

„Pardon, Madame, gestatten Sie?“

Er beugt den Hals und streckt das Knie.

Sie nickt ihm zu, recht angeweht.

„Nun denn, wenn es nicht anders geht -,

so nehmen sie hier drüben Platz.“

(Mon Dieu, ein Frosch mit Bauchansatz!)

Worauf er sich nicht bitten lässt,

und seine Pfunde niederpresst.

 

Man plaudert, und man kommt sich näher.

Der junge Mann ist Amtsvorsteher,

und überdies nicht nur beleibt,

sondern in Gänze unbeweibt.

Die Szene scheint „a bisserl“ peinlich,

man wird sich trotzdem handelseinig:

Denn insgesamt ist sie ja willig,

das scheint ihm recht, wenn auch nicht billig,

drum eilen sie, nun recht vertraut,

nach dorthin, wo der Morgen graut.